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Die Ausmaße der Erdbeben sind jetzt fassbar und können in Worten und Bilder beschrieben werden. Wir haben für das Erdbeben 2014 eine eigene Seite eingerichtet auf der wir in regelmäßigen Abständen neue Nachrichten und Fotos zeigen möchten. Erdbeben 2014
 Spendenkonto der Steyler Mission
IBAN: DE77 3862 1500 0000 0110 09
BIC: GENODED1STB
Verwendungszweck:
Bruder Paul Oden, Chile

 

Wir sind der Freundeskreis Strassenkinder Chile! Wir möchten auf Projekte und Hilfsorganisationen im Norden von Chile hinweisen. Auf dieser Website möchten wir uns präsentieren und Ihnen beispielhaft einige der Projekte präsentieren die wir unterstützen.

Wie zum Beispiel die Fun­da­ción Niños en la Hue­lla (zu deutsch: Stif­tung „Kin­der auf dem Pfad") mit der unsere Arbeit begonnen hat. Sie ist eine gemein­nüt­zige Ins­ti­tu­tion in der chi­le­nis­chen Stadt Iquique die vom deutschen Steyler Missionar Bruder Paul Oden gegründet wurde. Seit 2011 wird sie nachhaltig vom "Verein Strassenkinder Chile zur Förderung der Stiftung Ninos en la Huella - Kinder auf dem Pfad e.V." von Deutschland aus unterstützt. Dies war ein Wunsch von Bruder Paul Oden. Der Verein soll seine Arbeit und Projekte in Deutschland weiter bekannt machen und Spender und Unterstützer gewinnen. Der Verein ist beim Amtsgericht Siegburg registriert (VR 3074).

 
1996 wurde sie durch die Initia­tive von Mon­si­neur Enri­que Tron­coso – sei­ner Zeit Bis­chof der Dio­zöse von Iqui­que – und durch die Bitte an Bru­der Paul Oden Morio – Geistli­cher der Socie­tas Verbi Divini (SVD – „Stey­ler Mis­sio­nare“) – in der chi­le­nis­chen Stadt Iqui­que gegrün­det. Sie ents­tand am Anschluss einer Stu­die von Bru­der Paul Oden über die Situa­tion der Mens­chen auf den Straßen von Iquique. Die Fundación (Stiftung) wurde mit der Absicht aus der Taufe gehoben, Straßenkinder in ein sicheres Umfeld zu holen und Kindern zu helfen, die aus extremen Familienverhältnissen stammen.
 
 
In die­ser Zeit streif­ten viele Kin­der in den Straßen umher, vor allem in den Stadt­vier­teln “Pala­fi­tos” (früher im Süden von Iqui­que) und “Jorge Inos­troza” (im Nor­den der Stadt). Daher war es nötig zwei wei­tere Ein­ri­ch­tun­gen in den genann­ten Vier­teln zu eröff­nen. So kamen auch Kin­der aus Alto Hospicio (östlich von Iqui­que) und Toco­pi­lla (süd­lich von Iqui­que) in die Zentren.
 
"Selbstverständlichkeiten wie ein Bett zum Schlafen, regelmäßiges Essen, elterlicher Schutz und Fürsorge sowie das Recht auf Schulbildung sind diesen Kindern absolut fremd."
Die betreuten Kinder stammen nahezu ausschließlich aus hochproblematischen familiären Verhältnissen in denen psychische und physische Gewalt als eine legitime Erziehungsmethode angesehen werden und auf der Tagesordnung stehen. Kinder aus kinderreichen Familien mit 5-8 Kindern, von ledigen und sehr jungen Müttern sind keine Seltenheit in den Einrichtungen.
 
Oft sind die Kinder zu Hause auf sich alleine gestellt, werden vernachlässigt und/oder sexuell missbraucht. Die meisten Eltern oder familiäre Bezugspersonen sind arbeitslos und stammen aus dem Drogen- oder Prostitutionsmilieu. Einige befinden sich im Strafvollzug und viele sind alleinerziehend. Das gestörte soziale Umfeld wirkt sich extrem negativ auf das Verhalten der Kinder aus, die schon früh durch ein nicht kindgerechtes Umfeld geprägt werden.
 
 
Gewalt ersetzt oft ein Gespräch und die rauen Umgangsformen der Kinder untereinander können zu Beginn befremdend auf den Betrachter wirken. Die schwierige Situation zu Hause äußert sich bei den Kindern nicht selten in Disziplinlosigkeit, Konzentrationsschwäche, Hyperaktivität und Lernschwäche.
 
Diese Ausgangslage erschwert eine strukturierte und geregelte Vorgehensweise in der pädagogischen und psychologischen Arbeit mit den Kindern. Die Notwendigkeit und die Einhaltung von Umgangsformen und Regeln sind den zu betreuenden Kindern aus einem solch vorbelasteten Umfeld oft fremd und nur äußerst schwer vermittelbar. Die Verhaltensweisen der Kinder sind entsprechend schwierig.
Die Fundación versucht die Kinder, zumindest während der Woche, in ein minimal strukturiertes und soziales Umfeld zu integrieren.
 
Die Fundación versucht nicht nur den Kindern sondern auch den Familien, Eltern, besonders alleinstehenden Müttern unter die Arme zu greifen. Von den Zentren aus werden Kleider- und Essensspenden weitergegeben. Es wird mit den Kindern als auch mit den Eltern und Müttern gesprochen, um allen ein besseres Leben zu ermöglichen. Den Eltern und Müttern wird Hilfe angeboten, z.B. bei einem Entzug, mit der Weitergabe der Spenden und einer Betreuung, während sie bei der Arbeit sind. Die Kinder sowie die Eltern bekommen bei Extremfällen auch psychologische Hilfe.
 
Heute hat die Fundación sieben Einrichtungen in Iquique, Alto Hospicio und Pozo Almonte.